Jungenarbeit für pädagogische Fachkräfte

Arbeit mit Jungen ist zur Zeit das Thema der Pädagogik. Die Erkenntnis, daß Jungen mit einem auf ihre Bedürfnisse und Wünsche abgestimmten geschlechtsreflektierendem Konzept pädagogisch betreut werden müssen, setzt sich immer mehr durch. Zugleich sollte solch ein Konzept auch das sozial schädliche und gewalttätige Verhalten von Jungen beleuchten und berücksichtigen. Hier sind insbesondere die Männer aus Einrichtungen, in denen sich Jungen bewegen, gefragt, eine Arbeit mit Jungen im beschriebenen Sinne zu installieren. Hinzu kommt die Anforderung an sie, eigenes (männliches) Verhalten zu reflektieren, da sie immer auch Vorbilder für die Jungen darstellen. WIDERSPRUCH bietet über Fortbildungen Hilfen für pädagogisch Tätige an, eigenes Verhalten zu reflektieren und Konzepte für die Arbeit mit Jungen zu erstellen.

Männliche Sozialisation

Die männliche Sozialisation ist in den letzten Jahren zunehmend in das wissenschaftliche, pädagogische und therapeutische Interesse gerückt. Ausgangspunkt war dabei häufig sozial schädliches, übergriffiges und gewalttätiges Verhalten von Männern und Jungen sowie die Frage, ob eine Antwort darauf in der herkömmlichen männlichen Sozialisation zu suchen ist. Später wurde die Frage aufgeworfen, ob Jungen und Männer unter den Anforderungen und Bedingungen dieser Sozialisation leiden und ob sie nicht nur die Mächtigen und die Starken sind. Erkenntnisse dazu, insbesondere im Umgang mit eigener Betroffenheit und Täterverhalten, werden von WIDERSPRUCH in den Fortbildungen beleuchtet.

SEMINARKATALOG

(Sexualisierte) Gewalt an Jungen:

Allgemeiner Überblick über das Problemfeld der (sexualisierten) Gewalt an Jungen, männlichen Jugendlichen und Männern. Jungen und männliche Jugendliche als Betroffene und die Folgen. Hintergrundinformationen: Sexualität von Jungen, Mißbraucherzyklus, etc. Persönliche, fachliche oder berufliche Zugänge zum Thema.

(Sexualisierte) Gewalt durch Jungen:

Sexualisierte Gewalt und Gewalttätigkeit von Jungen und männlichen Jugendlichen sowie deren Ursachen. Opfertäter – warum einige mißbrauchte Jungen Täterverhalten übernehmen. Täterprävention mit Jungen und männlichen Jugendlichen.

Die Fort- und Weiterbildungsarbeit wird gefördert vom Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie des Landes Schleswig-Holstein.

… für Männer und männliche Jugendliche, die von (sexualisierter) Gewalt betroffen sind.

WIDERSPRUCH hält eine parteiliche Beratung für von (sexualisierter) Gewalt betroffene Jungen (ab 14 Jahren), männliche Jugendliche und Männer vor. Dieses Angebot hat sich als notwendig und hilfreich herausgestellt. Gerade betroffene Jungen und Männer benötigen eine Parteilichkeit, die ihnen – im Gegensatz zu ihrer Umwelt — zur Seite steht, ihnen glaubt, ihre Ängste ernst nimmt und sie stärkt. Zugleich will unsere parteiliche Beratung die Bewältigungsstrategien, die Betroffene an den Tag legen, um den Mißbrauch zu verarbeiten, anerkennen und sie dann auf ihre Funktion und soziale (Un-)Verträglichkeit hin mit dem Klienten zu beleuchten.

… für Menschen, die (beruflich) mit gewaltbetroffenen oder gewaltausübenden Jungen und männlichen Jugendlichen zu tun haben.

ErzieherInnen, PädagogInnen, Lehrkräfte, ÄrztInnen, usw. bekommen zunehmend mit gewaltbetroffenen oder auch gewaltausübenden Jungen / männl. Jugendlichen in ihrem beruflichen Alltag zu tun. Oft wissen sie nicht genau, wie sie mit den Jungen angemessen umgehen können und sollen. Daraus kann dann eine Verunsicherung resultieren, die hinderlich für den Kontakt und die Arbeit mit den Jungen ist und sie möglicherweise noch mehr als ohnehin schon stigmatisiert. Eine (kontinuierliche) Beratung im Sinne einer Praxishilfe ist daher ein notwendiger Unterstützungsschritt für Menschen, die mit den Jungen oder männl. Jugendlichen zu tun haben. WIDERSPRUCH verfügt über Beratungserfahrungen in diesem Bereich und bietet Beratungen nach Absprache an.

WIDERSPRUCH nennen wir unser Projekt, weil wir nicht einverstanden sind mit gesellschaftlichen Verhältnissen und individuellen Verhaltensweisen, die sexualisierte und körperliche Gewalt an Menschen tolerieren, ausüben oder fördern.

Einen bewußten Umgang mit diesem Problem zu entwickeln ist daher unser primäres Ziel.

In unserer Arbeit sind wir kritisch gegenüber Verhaltensweisen von Menschen, die die Verletzung von Anderen in Kauf nehmen oder beabsichtigen. Wir wenden uns insbesondere an Männer und Jungen, da sie die Hauptgruppe der Verantwortlichen bei sexualisierter und körperlicher Gewalt stellen.

Dagegen ist unsere Haltung eine solidarische mit Jungen und Männern, die Opfer von Gewalt wurden und Hilfe brauchen bei der Bewältigung und Verarbeitung ihrer Erlebnisse.

Wir verstehen unsere Jungenarbeit als geschlechtsreflektierende Einmischung in eine pädagogische Praxis, die offen ist für neue Sensibilitäten, Sichtweisen und Arbeitshaltungen.

Mit unserer Männerarbeit wenden wir uns an jene Professionelle und Helfer, die auf der Suche sind nach Informationen, Beratung und Unterstützung für ihre pädagogische, soziale und beratende Arbeit mit Jungen und männlichen Jugendlichen.

Häusliche Gewalt is oft mit finaziellen Problemen verbunden, von daher ist auch hier wichtig für junge Männer sich fortzubileden und finanziell auf feste Fuß zu stehen. Die berufliche Weiterbildung steht deshalb mit ganz oben bei Gewaltprävention, interessant sind auch sämtliche Möglichkeiten sich online eine Karriere aufzubauen, Geld verdienen von Zuhause aus ist heute mehr als nur möglich, also auch hier gibt es Möglichkeiten sich eine Existenz aufzubauen.